IT-Experte fühlt dem Hafen den Puls

Egal ob Verkehrsaufkommen, Wetterlage, Luftqualität oder die momentane Gewichtsbelastung einer Brücke: Daten entstehen heute überall im Hafen – und hinter ihnen verbergen sich oft Antworten auf wichtige Fragen. Wenn in der Hamburg Port Authority Entscheidungen für den Hamburger Hafen anliegen, ist ein Blick in das System von Torsten von großem Vorteil. Er ist verantwortlich für den Bereich Business Intelligence (BI). Auf seinem Monitor ist ein Dashboard geöffnet, das auf den ersten Blick Auskunft zu den wichtigsten Kennzahlen des Hamburger Hafens liefert. Mithilfe der Plattform SAP BWonHANA und der SAP Analytics Cloud steht ihm eine „datengetriebene Entscheidungshilfe“ zur Verfügung. „Damit sorge ich quasi dafür, dass der vorhandene Datenschatz gehoben wird.“ Das Ganze ist eine gemeinsame Arbeit mit Beteiligten aus vielen Bereichen der HPA. Zusammen bilden die Teilnehmenden ein BI Kompetenzzentrum. Ziel ist es, die Daten in Zukunft in Echtzeit mit Informationen aus Sensorik im Hafen in Vorhersagemodellen zusammenzufassen. „Wir arbeiten dabei eng mit den Fachabteilungen zusammen. Uns verbindet, dass wir glauben, dass Business Intelligence die Zukunft ist.“

Dazu passte auch Torstens Mitarbeit im Projekt 5G-MoNArch in den Jahren 2017 bis 2019. Hierbei handelte es sich um das erste europäische industrielle Testfeld für den neuen Kommunikationsstandard 5G. Im Testfeld Hamburger Hafen wurden in diesem Zuge unter anderem Sensoren über das neue Mobilfunknetz angebunden. Beispielsweise wurden Schiffe der HPA mit Messeinrichtungen für Umweltdaten ausgestattet.

Messfahrt auf dem Schiff „Hafenkapitän“

Messfahrt auf dem Schiff „Hafenkapitän“

„Damit war es uns möglich, die Umweltdaten mit weiteren Daten, wie beispielsweise aktuellen Schiffsbewegungen, zu kombinieren,“ berichtet Torsten. „Daraus ergeben sich wiederum neue Erkenntnisse.“

Über Torsten: Der 35-jährige Wirtschaftsinformatiker ist ein Kind der HPA. Nach seinem Masterabschluss hat er als Trainee in der IT angefangen. Heute, sieben Jahre später, sagt er über seinen Arbeitgeber, dass die Arbeit mit allen auf Augenhöhe stattfindet und man sich einbringen kann. Und der Arbeitsort? „Der Hafen macht auch manchmal Lärm, aber für mich ist er einfach Hamburg.“

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