Neue Arbeitsformen bei der HPA – eine Chance in der Krise

Die vergangenen Monate waren sowohl für Unternehmen als auch für Privatpersonen herausfordernd. Eine besondere Herausforderung für die HPA bestand darin, die Zusammenarbeit, wie wir sie bisher gewohnt waren, in zahlreichen Bereichen anpassen zu müssen. Viele unserer Kolleginnen und Kollegen tauschten zeitweise ihren Arbeitsplatz im Büro gegen das Homeoffice. Eine Vielzahl an Arbeitsabläufen wurden dadurch auf die Probe gestellt und vermehrt digitaler gestaltet, um auch in dieser neuen Situation gut zu funktionieren. Kurz gesagt: Die Corona-Krise verlangte von uns innerhalb kürzester Zeit eine große Umstellung. Inmitten der vielen Herausforderungen, die diese Zeiten mit sich bringen, haben wir aber auch Chancen gesehen. Eine davon ist die Frage, ob Teile der positiven neuen Entwicklungen die Krise überdauern und sich ein Arbeitsmodell für die Zukunft ableiten lässt.

Startschuss für eine Testphase

Dazu spreche ich mit Jan, er leitet eine neue Arbeitsgruppe bei der HPA, die sich genau mit diesen Themen beschäftigt. Die Arbeitsgruppe ist in den vergangenen Monaten entstanden und interdisziplinär aufgestellt. „Die Beteiligten kommen aus unterschiedlichen Bereichen innerhalb der HPA, wie beispielsweise Human Resources, Digitalisierung, Gesundheitsmanagement oder Ingenieurwesen und werden ergänzt durch Vertreterinnen und Vertreter des Personalrates. Auf diese Weise sollte sichergestellt werden, dass mit verschiedenen Blickwinkeln auf das Thema geschaut wird,“ sagt Jan.

Die Arbeitsgruppe hat sich intensiv mit den Möglichkeiten des neuen flexiblen und auch hybriden Arbeitens auseinandergesetzt und einen Rahmen für die Kombination aus mobilem Arbeiten und „Arbeit vor Ort im Büro“ geschaffen. Das entstandene Modell können wir als Beschäftigte nun auf freiwilliger Basis im Rahmen einer Testphase nutzen und unter gewissen Voraussetzungen die unterschiedlichen Arbeitsorte kombinieren.

„In dieser Testphase prüfen wir auch Technik, die dabei hilft, Hürden in der hybriden Zusammenarbeit abzubauen,“ so Jan. Er erzählt mir von kameragestützten Systemen, die die Meetingqualität verbessern, wenn sowohl Personen im Büro als auch von zu Hause aus teilnehmen. Sogar Workshops können technisch so durchgeführt werden, dass der Workshopcharakter durch die räumliche Trennung der Teilnehmenden und die Kombination der digitalen und analogen Welt nicht verloren geht – zum Beispiel unter Einsatz von Medien wie Whiteboards. „Ziel ist es, dass der Arbeitsalltag in der Kombination von mobilem Arbeiten und Präsenz im Büro eine „neue Natürlichkeit“ bekommt und wir wollen in dieser Phase das konservieren, was sich als gut erweist.“ erklärt Jan.

Begleitet wird die Testphase durch die Möglichkeit, dass sich die Beschäftigten mit Fragen, Anregungen, aber auch Hürden oder Sorgen an die Arbeitsgruppe sowie das Gesundheitsmanagement wenden können. Zudem wird der Test durch einen weiteren technischen Ausbau unserer Systeme sowie verschiedene Serviceangebote wie beispielsweise Schulungen unterstützt.

Wie geht es weiter?

„Ein wichtiges Element dieser Testphase ist die Evaluation. Im Dialog mit den Beschäftigten und unter Einbezug weiterer Faktoren möchten wir am Ende herausfinden, wie das Modell funktioniert hat und ob es zukunftsfähig ist“, ergänzt Jan. „Auswirkungen lassen sich in den unterschiedlichsten Bereichen feststellen, dazu zählen zum Beispiel auch Nachhaltigkeitsaspekte.“

Jan und ich sind uns einig, dass wir in den vergangenen Monaten insbesondere in der Digitalisierung unserer Arbeitsabläufe und Zusammenarbeit einen großen Schritt nach vorne gemacht haben. Sowohl die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch die HPA als Organisation haben in diesen Bereichen viel dazu gelernt und sich weiterentwickelt. Eine Entwicklung, für die es unter anderen Umständen vielleicht mehr Zeit gebraucht hätte. Als Beschäftigte schätzen wir nun die Flexibilität und das Vertrauen, das wir mit den neuen Möglichkeiten erhalten haben.

Für mich persönlich als Mitarbeiterin im Recruiting war beispielsweise die Umstellung auf Video-Interviews in unseren Auswahlverfahren ein wichtiger Schritt, um in dieser besonderen Situation weiterhin neue Mitarbeitende für die HPA gewinnen zu können. Rückblickend aus Sicht des Recruiting-Teams übrigens ein toller Erfolg. Und dass sich mein Team nun auch regelmäßig über eine digitale Plattform zum Meeting trifft, war zunächst ungewohnt und ist mittlerweile ganz normal.

Wie sich unsere Arbeitsformen über die aktuelle Testphase hinaus gestalten werden, lässt sich heute noch nicht beurteilen. Die Begleitung dieser Entwicklungen bleibt aber in jedem Fall spannend.

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